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Adolf Hui - 100 Jahre junger Coiffeurmeister


«Ich fühle mich wie siebzig», wie ein normaler Rentner also. Gebet und Arbeit allerdings hat er bis heute nicht niedergelegt. Der alte Mann und sein Gott - Adolf Hui!
 
ERlebt: Adolf Hui
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Die Coiffeurschere gleitet geschickt über den Haarschopf des mit dem lila Umhang zugedeckten Mannes. Graue Haare fallen. Trotzdem könnte der Kunde auf dem Stuhl beinahe der Enkel des Friseurs sein. Der aber geht leichtfüssig, fast tänzelnd, seiner Arbeit nach: Adolf Hui, am 29. Juli 2000 100 Jahre alt geworden, der wohl älteste aktive Schweizer Coiffeurmeister aus Stein am Rhein.

1900 kam er als ältester Sohn einer sechsköpfigen Familie in Stein am Rhein zur Welt. Mit 12 verlor er seinen Vater. Die Mutter musste hart kämpfen, um die Familie durchzubringen. An Sonntagen ging Adolf Hui öfter Geschirr spülen, um ein paar Franken dazuzuverdienen. Die Mutter führte das Coiffeurgeschäft ihres Mannes weiter. So lag es nahe, dass der erste Sohn in die Fussstapfen des Vaters trat. Mit 15 zog Hui in die «Fremde» nach Le Locle, um dort eine Lehre als Coiffeur zu absolvieren. Friseur war nicht sein Traumberuf, aber die Umstände liessen ihm keine Wahl.

In Le Locle hörte er eines Abends eine Predigt, die sein Leben verändern sollte. Die Worte des Pfarrers trafen Adolf Hui und er entschied sich Jesus Christus konsequent nachzufolgen. Fortan wollte er sein Leben lang den Menschen, vor allem den Jugendlichen, Gottes Wort weitergeben. Mit 18 kehrte er nach Stein am Rhein zurück. 1928 heiratete er Hanna Waldvogel. Zusammen haben sie sechs Kinder grossgezogen.

«Seit ich mit 18 Jahren aus der Westschweiz zurückkam, war Donnerstagabend immer der Cevi-Abend, der Jungmännerabend oder Jugendtrupp, wie wir ihn auch genannt haben. Im Lokal nebenan versammelten wir 15- bis 18-jährige Jugendliche. Das ganze Leben habe ich eine Jungmännergruppe geführt. Aber vor allem war ich den jungen Leuten ein Freund. Ich habe Ihnen bei Schwierigkeiten geholfen, wo ich konnte. Ich war einfach da, immer bereit zu helfen.»

Ist Adolf Hui aus diesem Grund wohl so jung geblieben? «Vielleicht», er lacht - «ja vielleicht, aber es ist eher Veranlagung. Die Gesundheit ist ein Geschenk Gottes, für das ich ihm alle Tage danke. Einem Geschenk muss man Sorge tragen, und das habe ich auch getan, mein Leben lang. Ich rauchte nicht, trank keinen Alkohol und hatte ausserdem durch meinen Glauben immer ein frohes Gemüt. Ich habe mich nicht gross aufgeregt oder geärgert und konnte meine Sorgen immer bei Gott abladen. Ich hatte eine gute Frau und eine ‚gefreute' Familie, und heute erfreue ich mich vieler Enkel und sogar Urenkel. Das verschönert mir das Alter, gell.»

Vor 10 Jahren hat Adolf Hui mit der Cevi-Arbeit aufgehört. Seine letzten Jungmänner waren zwischen 60 und 70. Heute hält er in seiner Stube einmal im Monat einen biblischen Hauskreis für ältere Menschen.

Als Coiffeur kannte Adolf Hui das ganze «Stedtli», wusste, wer an welcher Krankheit litt und war über die jeweiligen Familienprobleme auf dem Laufenden. Im Miltärdienst hatte Adolf Hui in der so genannten Wärterschule ein paar Wochen Spitaldienst in Basel. «Das hat mir imponiert, und da dachte ich, ich möchte Pfleger lernen. Ja, das wäre mein Beruf gewesen ...»

Zum Teil konnte er diesen Wunschtraum ausleben. Adolf Hui war im Samariterverein aktiv. In seinem Haus am Rathausplatz befand sich ein Sanitätsposten. Die Leute kamen zu ihm für kleine Behandlungen und Verbände. Während den schlimmen Grippezeiten hat er viele Nachtwachen gemacht - und bei Unfällen wurde er gerufen. «Als Christ wollte ich einfach den Mitmenschen helfen, gell. Es war mir immer eine grosse Freude und eine Genugtuung, auch wenn ich nichts damit verdient habe.»

Kam er selber nie zu kurz? «Nein, nie», bekräftigt Adolf Hui. «In allem hat Gott mir geholfen; Kraft und Gesundheit hat er mir geschenkt und die Freude dazu. Ich habe mein Leben nach dem Wort Gottes gerichtet. Aus dem Glauben heraus habe ich die Liebe zu den Menschen erhalten. Die jungen Leute im Cevi haben gespürt, dass ich sie gern hatte und ihnen Freund war. Aus diesem Grund haben sie sich auch etwas sagen lassen.»

Wie alt fühlt sich Adolf Hui eigentlich? Er überlegt: «Ich fühle mich wie siebzig», denkt wieder nach und lacht, «ja tatsächlich, ich fühle mich wie siebzig.» Wie ein normaler Rentner also. Gebet und Arbeit allerdings hat er bis heute nicht niedergelegt. Der alte Mann und sein Gott - Adolf Hui! (jp)

 

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